
Im heutigen digitalen und vernetzten Zeitalter, beeinflussen 3 nie dagewesene negative Faktoren den internationalen Bildermarkt:
- Das weltweit riesige Überangebot an Fotos, welches durch die stätig wachsende Anzahl von Fotografen / Hobbyfotografen immer weiter verstärkt wird.
- Der durch dieses Überangebot stattfindende enorrme Preisverfall von Nutzungshonoraren.
- Der internationale Datenklau und die Verletzung von Urheberrechten im Internet.
Während zahlreiche private Fotografen ihr Bildmaterial im Netz ebenso präsentieren wie professionelle Fotografen, wo sich 2 Universalarchiv-Giganten einen erbitterten Machtkampf um die Vorherrschaft im internationalen Bildermarkt liefern und dabei Bildmaterial mal besserer, mal schlechterer Qualität und ohne Hintergrundsinformationen zu absoluten Billigstpreisen im Rahmen von „Royalty Free“ oder "Micropayment“ von € 1,-- bis € 5,-- verschleudern und somit für einen drastischen Preisverfall sorgen, welcher weitab der Realität liegt und wo der Kunde nur eine Nummer ist, erinnern sich immer mehr professionelle Bildnutzer an die Zeiten, wo es neben hochwertigem Bildmaterial auch eine kompetende Beratung gab, wo dem persönlichen Kontakt noch Wichtigkeit eingeräumt wurde und wo man noch seine speziellen Wünsche im Gespräch vortragen konnte.
Während zahlreiche Universalarchive, welche Aufnahmen von Omas auf der Parkbank bis zur Taube auf dem Dachrand im Bestand hatten, nach und nach von den beiden Bildarchiv-Giganten aufgekauft wurden und somit vom Bildermarkt verschwanden, gewinnen nun mehr denn je die nach fachlichem Themenbereich gegliederten Spezialbildagenturen-und Archive bei den professionellen Bildnutzern an Bedeutung und Wertschätzung.
Es sind Bildgenturen, auf die anspruchsvolle Kunden gerade in der heutigen Zeit noch bauen können und welche als wichtiger, wertvoller und kompetenter Partner angesehen, mit fachkundigem Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Ob nun ein technisches Spezialbildarchiv auf dem Gebiet Flugwesen, Bahnwesen oder eben wie wir im Bereich Schiffahrt – diese Fototeams wissen, wovon sie sprechen.
Man kann es kurz machen: Ein Bildnutzer sucht z.B. nach einem XY großen Schiff vom Typ XY, welches im Jahr XY gebaut wurde und welches unter der Flagge von XY fährt.
Alleine bei dieser leichten Aufgabe scheitern die billigen Mega-Universalarchive kläglich. Kein wirtschaftlich denkendes Unternehmen investiert jetzt Zeit und Kosten, selber nach diesem Motiv zu recherchieren - dafür gibt es uns - das Spezialbildarchiv. Mehr muß man dazu nicht sagen.
Und das Qualität sowie bester Service halt ihren Preis haben - das war noch nie ein Geheimnis.
Dies bekommt man eben nicht für € 1,--
Damit Fotografen auch unbeschwert der Fotografie nachgehen können ohne sich im Dschungel der Bildvermarktung begeben zu müssen, übernimmt diese Aufgabe die Bildagentur.
Wir als Agentur der meisten Schiffahrtsfotografen können immer nur darauf hinweisen, Bildmaterial nicht selber vermarkten zu wollen. Nach über 35 Jahren im Geschäft wissen wir, welche Honorare angemessen sind und in welcher Höhe diese erzielt werden können. Wir kennen uns mit den vertraglichen Angelegenheiten aus, kennen die urheberrechtlichen Bestimmungen und haben die Mittel und Möglichkeiten, auch schwierige Verhandlungen zu überstehen und die Interesse unserer Fotografen zu vertreten.
Wenn alle im Team sich danach richten, muß kein Fotograf seine Aufnahmen "verschenken". Wir können dann den "Schwarzen Schafen" unter den Bildnutzern durch Nichtbelieferung benötigten Bildmaterials zu verstehen geben, dass auch die Erstellung von Schiffsfotos Zeit und Geld kostet und somit eine Nutzung nicht kostenfrei sein kann, sondern wie bei allen anderen Fotos üblich, auch Honorar gezahlt werden muß - unser Beitrag gegen den unrealistischen Preisverfall auf dem Bildermarkt.
Und nun ein paar Worte zum anderen Thema - dem illegalen Datenklau im Internet.
Es ist schon dreist, welche Vorstellungen einige Bildnutzer heutzutage haben.
So erleben wir es leider öfters, dass man uns fragt, warum unsere schönen Fotos auf der Website nur mit 600 pixel Bildbreite und auch nicht in größerer Qualität gezeigt werden? Man könne die Fotos garnicht in guter Qualität kopieren.
Da fragen wir uns doch, was in den Köpfen dieser Personen vorgeht?
Glauben diese denn, Bildmaterial aus dem Internet steht zur freien Verfügung, kann beliebig kopiert, ohne Genehmigung genutzt werden und Honorarzahlungen sind dafür auch nicht fällig? Diese Denkweise ist leider sehr oft vertreten und nicht nur bei Privatpersonen festzustellen, sondern auch – und man mag es kaum glauben – von einigen Mitarbeitern großer Unternehmen an der Tagesordung.
Ist es nicht so, dass jedes Unternehmen was Produkte erzeugt, für seine Produkte im Verkauf Geld bekommt?
Ist es nicht so, dass Unternehmen, die eine Dienstleistung erbringen, für diese Dienstleistungen bezahlt werden?
Ist es nicht so, das Mitarbeiter in einem Unternehmen für die erbrachte Arbeit dafür ihren Lohn erhalten?
Sicher kann man alle Fragen mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten.
Warum stehen also manche Personen auf den Standpunkt, für Fotos aus dem Internet nicht für deren Nutzung zahlen zu müssen?
Machen sich denn die Aufnahmen von selbst? Hat nicht der Fotograf Kosten für An-und Abfahrten, Wartezeiten, Abnutzung für Kamera, steht in der Kälte und wartet auf das Motiv bei Wind und Wetter, hat die Arbeit mit der Einstellung von Fotos in das Internet und, und und? Soll das alles für lau sein? Es kann wohl nicht Sinn der Sache sein, dass irgendwelche Kriminelle meinen, sich das Schaffen anderer anzueignen um dieses dann illegal nutzen zu können.
Das im Internet weltweit illegal kopiert wird, kann man nicht verhindern. Wenn es dann nur für den privaten Bereich ist, wissen auf jeden Fall wir, dass mit unserer Bildqualität von 600 pixel Bildbreite nichts angefangen werden kann.
Doch finden sich im Internet sehr viele Websites – vornehmlich von Privatpersonen wie Hobbyfotografen oder Shiplover, in welchen Bildmaterial von so guter Qualität eingestellt ist, das nach dem illegalen Kopiervorgang ohne Probleme Fotoabzüge bis 18x24cm erstellt werden können und auch für die Verwendung in Medien ausreicht. Das der Urheber etwas von diesem Datenklau mitbekommt, ist reine Glückssache.
Solche guten Fotos werden aber auch gerne im Internet auf zahlreichen Fotocommunities präsentiert oder finden natürlich auch äußerst gerne im Interesse der Betreiber, auf den vielen professionellen und teilweise kostenpflichtigen, gewerblich betriebenen Schiffswebsites Verwendung. Honorare an die Urheber werden von diesen Unternehmen nicht gezahlt, denn eine wahre Flut von Shiplover kann es schließlich kaum erwarten, ihr Bildmaterial in mehr oder weniger guter Qualität auf diesen Seiten kostenlos zu präsentieren und laden somit bestimmte Personen förmlich dazu ein, diese Fotos illegal zu kopieren.
Aber diese Personen sollten wissen, dass mit dem Mausklick um den Kopiervorgang zu starten, schon eine kriminelle Handlung begangen und das Urheberrecht verletzt wurde!
Die Rechtssprechung steht in jedem Fall immer hinter dem Urheber der geschädigt wurde und besagt, dass jeder Bildnutzer, welcher Fotos, Grafiken oder andere urheberrechtlich geschützte Werke aus dem Web für kommerzielle wie auch private Nutzung verwendet, sicherstellen muß, das der Urheber dieser Werke mit einer Nutzung einverstanden ist und hat ggf. für die Nutzung ein Honorar zu zahlen.
Diesen illegalen Handlungsweisen kann nur entgegengesteuert werden, wenn das im Internet eingestellte Bildmaterial nur in einer Qualität dargestellt wird, welche es uninteressant macht, dieses illegal zu kopieren - ggf. auch mit einem großen Wasserzeichen über das ganze Bild.
Sagt auch ihr NEIN zum Fotoklau im Internet!
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